Der Peoples Blog

In Lego Veritas.

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Was für eine Idee! Auf dem Open Source Event der Account Planning Group Germany in Hamburg letzte Woche (The People Business war Sponsor) bekamen alle Teilnehmer des Workshops von Strategic Play (www.strategicplay.de) eine Tüte Lego, drei Minuten Zeit und eine Aufgabe, die es in sich hatte: „Bauen Sie aus Legosteinen nach, was Ihre Aufgabe im Job ist.“ Das passte perfekt zum Thema der Veranstaltung „Komplexität“ und sorgte nach ein paar Sekunden Kopfkratzen und überraschten Grinsern für konzentrierte Stille im Raum, nur unterbrochen vom Klackern der kleinen Plastiksteine. Mein Ergebnis ist oben zu sehen.

Der Trick an dieser Aufgabe ist natürlich, dass man keine Zeit hat, nachzudenken, zu kontrollieren und zu grübeln – das macht die Ergebnisse so direkt und unverfälscht. Je länger ich meine kleine Lego-Jobdescription anschaue, desto verblüffter bin ich, wie genau es meine Arbeit als Personalberater abbildet.

Es geht los mit Kopf und Bauch:

Beide Seiten, Kandidaten und Firmen, wollen erstmal die Fakten kennen: Lebenslauf, Job-Experience und Skill-Set resp. Position, Aufgabenbereich, Karrierechancen. Und sie wollen die Idee dahinter verstehen – warum gerade diese Kombination passen könnte. Das heißt für mich: Überzeugungsarbeit leisten, neue Perspektiven eröffnen, unerwartete Lösungen plausibel machen.Hat der Kopf genickt, ist der Bauch dran: auch er will überzeugt, mit- und ernst genommen werden, die Chemie muss stimmen und gegenseitige Sympathie schadet auch nicht. Dann kommen die Hürden. Es gibt im Wesentlichen drei von ihnen, sie betreffen die Kandidaten und werden in meiner 3-Minuten-Legoskulptur symbolisiert durch drei Steine:

Der Innere Schweinehund: Ein neuer Job bedeutet immer auch zusätzliche Arbeit, viel Umgewöhnung und die Notwendigkeit, sich neu beweisen zu müssen. Das sind keine bequemen Aussichten, vor allem, wenn man im gemachten Nest sitzt.

Die emotionale Bindung: Natürlich hängt man im Idealfall an Firmen und Menschen, am netten Team und gemeinsamen Erfolgen. Und weiß nicht, ob man es bei der nächsten Station wieder so gut trifft.

Die faktischen Hürden: „Ist ja ein toller Job, aber München? Unser Sohn ist gerade erst in die Schule…“

Manchmal sind die Hürden zu hoch, manchmal kommt der Bauch nicht mit oder der Kopf sagt nein und dann ist es gut und richtig, den nächsten Karriere-Schritt nicht zu gehen. Aber wenn das Ziel und die neue Aufgabe stimmen:

dann stehen die Zeichen günstig für einen neuen Karriereschritt. Und meine Arbeit fängt wieder von vorn an.

Dank an das Team der APG für den inspirierenden Tag!

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