Der Peoples Blog

„…with a little help from my friends“.

Nichts deutet am 17. August 1969 darauf hin, dass dieser schmächtige Typ, der seit einer guten Stunde etwas verloren im Batik T-Shirt auf der großen Bühne herumzappelt, mehr sein würde, als einer von vielen Acts auf dem Woodstock Festival.

Aber dann beginnt Joe Cocker „With a little help from my friends“ zu singen mit Armen, die wie Windmühlenflügel durch die Luft fuchteln und einer Stimme, an der man problemlos Kartoffeln reiben kann.

Exakt acht Minuten und neun Sekunden später ist seine Weltkarriere beschlossene Sache.

Das Verrückte daran: Diese Karriere hätte es niemals gegeben, ohne a little help. Help von der großartigen Band „Grease“, die hinter dem gelernten Gasinstallateur hämmerte, drängte, soulte – und help vom größten Songwriter-Duo der Popgeschichte: das Lied, das Cocker im entscheidenden Moment seiner Karriere sang, stammte nicht von ihm selbst, sondern von Lennon/McCartney.

Erstaunlicher Gedanke in einer (Werbe-)Welt, in der immer noch die Egomanen, die Durchsetzungsroutiniers, die Mittelpunktsteher die Szenerie beherrschen:

Einer der ganz großen Solo-Sänger unserer Zeit war in Wahrheit gar kein Solist, sondern jemand, der Einzelteile auf einzigartige Weise vernetzte, der nicht kleiner wurde, weil es nicht „sein“ Song war, sondern größer, weil er ihn neu zusammensetzte, der, auch wenn er allein im Scheinwerferlicht stand, niemals vergaß, dass er ohne help from his friends immer noch in Sheffield Gasheizungen montieren müsste.

Was würde eigentlich passieren, wenn wir alle in 2017 mehr Joe Cocker wagen würden? Wenn wir Verbindungen schafften, wo Abteilungen, Menschen, Ideen allein vor sich hin dümpeln? Wenn wir vernetzen, verschmelzen, zueinander bringen würden ohne Rücksicht darauf, ob hinterher unser eigener kleiner Ego-Stern noch hell genug strahlt? Wenn wir ganz einfach mehr „Wir“ sein könnten?

Erstaunliche Dinge würden passieren – passieren schon jetzt in manchen Agenturen und Unternehmen, wenn große Kreative nicht mehr Einzelkämpfer sind, sondern inspirieren dürfen, wenn Berater kluge Köpfe im eigenen Haus zusammenbringen, wo früher Freelancer retten mussten, wenn Führungskräfte verstehen, dass sie von Friends umgeben sind, die nur darauf warten a little help beizusteuern.

Joe hat das gerne angenommen. Scheint also keine schlechte Idee zu sein.

Wir von The People Business jedenfalls werden auch 2017 unser Bestes tun, Ihnen mit Hilfe und Freundschaft zur Seite zu stehen, und freuen uns auf gute Gespräche und spannende Projekte.

 

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